Konzertvorschau


 Misa a Buenos Aires "MISATANGO

1. Juli 2023, Filderhalle Leinfelden

für Mezzosopran, gemischten Chor, Bandoneon, Klavier und Streichorchester


Auf den ersten Blick scheint der sinnlichste aller Tänze nicht in einen kirchlichen Kontext zu passen. Der argentinische Komponist Martín Palmeri hat es 1996 dennoch gewagt, den Tango mit dem lateinischen Messtext zu verbinden. In seiner Tango-Messe »Misa a Buenos Aires (Misatango)« vereint Palmeri sakralen Duktus mit typischen Stilmerkmalen des Tango Argentino. Während der Chor dabei dem klassischen Aufbau der katholischen Liturgie folgt - mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei - fließen in die Ensemblebegleitung Tango-Elemente ein.

Rückblick


Verdi Requiem in der Filderhalle, am 30.10.2022 sowie am 26.11.2022 in der Stadthalle Balingen


Der Großmeister der italienischen Oper ist mit 60 Jahren auf dem Höhepunkt seines Könnens. Mit der Oper „Aida“ glaubte er sein Lebenswerk abgeschlossen. Aber man kann Verdi überreden, etwa eine „Messa da Requiem“ zu schreiben.
Kein Kammerchor dürfte sich trauen, das Requiem allein zu singen. Und so taten sich der Kammerchor Leinfelden-Echterdingen und der Chor Zollernalb Vox Humana zusammen, um Verdis Zutrauen in die menschliche Stimme umzusetzen Dazu spielte ein exzellentes „großes“ Orchester und sangen vier ausgezeichnete Solisten. So viel musste sein angesichts der Majestät des Todes, der sich die Musik demütig und gewaltig zugleich nähert. Im Pianissimo um ewige Ruhe bittend beginnt das Werk, im Pianissimo mit der Bitte um Befreiung vom ewigen Tod endet es. Verdi selbst hat sein Werk in Mailand 1874 uraufgeführt.
In der Filderhalle hatte Daniel Joos die souveräne Leitung. Sein ruhiges Dirigat vermittelt jedem Musizierenden: Du kannst es! Obwohl sie nur zweimal miteinander geprobt hatten, fanden die beiden Chöre zu einer starken harmonischen Einheit: Feinabgestimmt im dramatischen Flehen, klangmächtig in der Beschwörung des „Königs schrecklicher Gewalten“. Mit ihrem wunderbaren Mezzosopran gestaltete Deborah Saffery die opernhaften Elemente dieser Totenmesse, kernig-schön der Tenor Rubén Mora, strahlend der Sopran der Eva-Maria Hofheinz und mit hellem Bass Florian Schmitt-Bohn. Klangschön und präzise begleitete das Projektorchester unter der Konzertmeisterin Katharina Fasoli. Ein gewaltiges Konzert mit standing ovations.



Auszug aus dem Konzertarchiv 

 

•    Messa da Requiem von Guiseppe Verdi (2022)
•    Petite Messe solennelle von Rossini (2021)

•    Dido and Aeneas von Henry Purcell (2020)
•    Requiem von John Rutter (2019)
•    Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach (2018)

•    Singing Shakespeare (2016)

•    Missa in Jazz von Peter Schindler (2015)

•    Johannespassion von Johann Sebastian Bach (2015)

•    Die Schöpfung von Joseph Haydn (2013)

•    Ein deutsches Requiem von Brahms (2011)
•    Stabat Mater von Antonin Dvorak (2009)
•    Messa di Gloria von Giacomo Puccini (2009)

•    Elias von Felix Mendelssohn-Bartholdy (2008)
•    H-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach (2007)
•    Carmina Burana von Carl Orff (2005)
•    Cantico del Sol von Tilman Heiland (2005 und Uraufführung 1998)
•    Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach (2004 und 2003)
•    Te Deum von Marc Antoine Charpentier (2001)
•    Magnificat von Johann Sebastian Bach (2001)
•    Johannespassion von Johann Sebastian Bach (1999